Wir initiieren und begleiten Projekte, die psychische Erkrankungen entstigmatisieren und psychische Gesundheit stärken wollen – sachlich, respektvoll und ohne Vorurteile. Unser Ziel ist: Mehr Wissen, mehr Verständnis sowie ein Umfeld schaffen, in dem Betroffene Unterstützung bekommen, statt Ausgrenzung zu erleben und Prävention und frühe Hilfe selbstverständlich ist.
Diese Arbeit ist nur möglich, weil Menschen und Organisationen sie mittragen. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Förderern/innen, Kooperationspartnern/innen und allen Unterstützern/innen – für Vertrauen, Engagement, Expertise und finanzielle Unterstützung. Ihr Beitrag hilft, Aufklärung zu stärken, Begegnungen zu ermöglichen und langfristig Strukturen zu schaffen, die psychische Gesundheit ernst nehmen.
Dieses vom Aufsichtsrat initiierte Projekt wird nun Realität. Gefördert durch die Aktion Mensch und die Kämpgen-Stiftung etablieren wir in Kooperation mit starken Partnern wie der Kölner VHS, der Eckhard Busch Stiftung sowie Mitarbeitenden der Uniklinik Köln ein innovatives Bildungsangebot in Köln.
Das Recovery College Cologne wird kein klassisches Therapie- oder Beratungsangebot sein, sondern ein Ort des gemeinsamen Lernens und Austauschens. Der Ansatz betrachtet psychische Krisen als Prozesse der Veränderung und Entwicklung. Das Besondere ist, dass alle Kurse gemeinsam von Erfahrungs- und Fachexpert*innen entwickelt und geleitet werden. Unsere Kursangebote orientieren sich an den fünf Säulen der Genesung: Connectedness (Verbundenheit), Hope (Hoffnung), Identity (Identität), Meaning (Sinn) und Empowerment (Selbstbefeähigung).
Die kostenfreien Kurse werden mitten im gesellschaftlichen Leben stattfinden – in den barrierefreien Räumen der Kölner VHS. So kann ein niedrigschwelliger Zugang zu den Kursangeboten gewährleistet und die Teilhabe im Sozialraum gefördert werden.
Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz sowie individuelle Ressourcen der Teilnehmenden zu stärken, ihnen einen geschützten Raum zu bieten und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene der Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken.
Mit diesem Projekt stehen wir noch am Anfang. Über Neuigkeiten, Veranstaltungen und zukünftige Angebote werden wir Sie hier laufend informieren. Sollten Sie schon jetzt Fragen haben, wenden Sie sich gerne an unsere Projektleitung Maja Schulte unter recovery-college@koeln.de.
Dank der Förderung durch die Kämpgen-Stiftung sowie der Sparkasse KölnBonn und in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland bringen wir eine erfolgreiche Bewegung, entwickelt vom SPZ Ratingen und der Agentur 480 Hz, nach Köln. Unter dem Motto „Ich bin viel mehr als meine Krankheit“ wollen wir psychische Erkrankungen enttabuisieren.
Die Kampagne arbeitet mit Porträts, Statements und persönlichen Geschichten. Betroffene werden buchstäblich „ins Bild gesetzt“, um der Öffentlichkeit zu zeigen: Psychische Krisen sind Teil unserer Gesellschaft.
Wir passen die Kampagne spezifisch an den Kölner Raum an. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der interkulturellen Öffnung, um auch Menschen mit Migrationshintergrund gezielt zu erreichen und Barrieren abzubauen.
Betroffene gestalten die Kampagne aktiv mit und schaffen mit Unterstützung von Fachkräften Strukturen zur gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. So wird aus Sichtbarkeit echte Teilhabe.
Ein Angebot von „Besuchenden für Besuchende“ für das Erlernen von digitalen Kompetenzen. Dies geschieht auf zwei Wegen: Einmal wöchentlich, während der regulären Öffnungszeiten der Kontaktstelle, findet eine offene, niedrigschwellige digitale Sprechstunde statt.
Hier können individuelle Fragen z.B. zu Geräten, Apps, Online-Anträgen oder sozialen Medien geklärt werden. Das Angebot wird über Flyer, Aushänge und Weiterempfehlung durch unsere Nutzer/innen bekannt gemacht.
Ergänzend finden ein- bis zweimal pro Quartal Workshops im Rahmen des „Donnerstags-clubs“ statt (ab 16:30 Uhr, 8–10 Personen, Anmeldung erforderlich). Die Workshops sind ausdrücklich inklusiv und richten sich auch an Menschen ohne psychische Beeinträchtigung. Themen sind u.a. KI, Social Media oder sichere Internetrecherche. Ergebnisse werden anschließend präsentiert und weitergegeben.
Beide Angebote werden von „Expertinnen und Experten in eigener Angelegenheit“ mit IT-Kenntnissen durchgeführt und fachlich begleitet.
Seit 2023 ist das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“ ein fester Bestandteil der Präventionsarbeit des Kölner Vereins für Rehabilitation e.V. In Kooperation mit Irrsinnig Menschlich e.V. schaffen wir damit offene Räume für junge Menschen, in denen psychische Gesundheit thematisiert, Vorurteile abgebaut und persönliche Erfahrungen wertschätzend geteilt werden.
Im Jahr 2025 sind bereits diverse Workshops, unter anderem auch an neu hinzu gekommenen Schulen, gebucht. Besonders erfreulich: Mehr als die Hälfte davon wurden bereits erfolgreich durchgeführt, weitere folgen im Laufe des Jahres. Damit ist das im Projektvolumen vorgesehene Jahreskontingent nahezu ausgeschöpft – ein klares Zeichen für die Relevanz des Angebots.
Seit Beginn des Projekts wurden 31 Workshops an 13 Kölner Schulen durchgeführt. Insgesamt konnten rund 620 Schülerinnen und Schüler sowie 31 Lehrkräfte erreicht werden. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv – viele Schulen äußern den Wunsch nach einer langfristigen Zusammenarbeit.
Diese Entwicklungen verdeutlichen: Psychische Gesundheit ist kein Nischenthema – sie ist eine zentrale Herausforderung unserer Gesellschaft. Schulen brauchen mehr Unterstützung, um jungen Menschen frühzeitig Hilfestellung, Verständnis und Zugang zu geeigneten Angeboten zu ermöglichen.
Dafür suchen wir weitere Unterstützer/-innen, die sich gemeinsam mit uns für seelische Gesundheit, Teilhabe und Entstigmatisierung stark machen und jungen Menschen ein solches Angebot zugänglich machen möchten.