| Träger dieses ersten SPZ in Köln wurde
der Kölner Verein für Rehabilitation e.V.
Die Stadt Köln, vertreten durch das Gesundheitsamt,
und der Kölner Verein schlossen einen
Kooperationsvertrag. Die Stadt erhielt die Anstellungsträgerschaft
für den Sozialpsychiatrischen Dienst, während der Kölner Verein der Anstellungsträger
für die Bausteine Kontakt und
Beratung und Betreutes Wohnen wurde.
Mit dem Kölner Verein gewann die Stadt für das
erste SPZ einen kleinen freien Träger, der 1974 von
engagierten Mitarbeitern der Rheinischen Landesklinik
Köln, des 1978 geschlossenen Landeskrankenhauses Brauweiler
und des Landschaftsverbandes Rheinland gegründet wurde, mit dem Ziel, die Rehabilitationsmöglichkeiten
für psychisch kranke und behinderte Kölner Bürger und Bürgerinnen
zu verbessern.
Der Kölner Verein hatte bis zu diesem Zeitpunkt fast
nur Wohnangebote für psychisch Kranke und Behinderte
bereit gehalten: eine Übergangseinrichtung (Machabäerhaus)
und ein Heim für Menschen mit längerfristigem
erhöhtem Betreuungsbedarf (Dreikönigenhaus). Er
ist der Träger, der als erster in Köln Plätze
im Betreuten Wohnen für psychisch Kranke und Behinderte
anbot. Seit 1978 ist der Kölner Verein auch Träger
des Psychosozialen Dienstes (dem heutigen Integrationsfachdienst),
einem ambulanten Dienst, der psychisch kranke oder behinderte
Menschen am Arbeitsplatz betreut.
Das Betreute Wohnen und den Psychosozialen Dienst konnte der
Kölner Verein als schon vorhandene "Bausteine"
in das SPZ mit einbringen, wobei der Psychosoziale Dienst
nur konsiliarisch tätig wurde und sich nicht in den
Räumlichkeiten des SPZ befand.
1992 bekam das SPZ Köln-Ehrenfeld eine Tagesstätte
und ungefähr ein Jahr später wurde im Rahmen eines
Modellversuchs die Ambulante Psychiatrische Pflege gestartet.
Die Tagesstätte befindet sich auch in Trägerschaft
des Kölner Vereins, während das Deutsche Rote
Kreuz der Träger der Ambulanten Psychiatrischen Pflege
ist.
"Die Einrichtungen haben ihre innere Struktur so zu
gestalten, dass die Lebensgestaltungs- und Mitentscheidungsmöglichkeiten
der KlientInnen geachtet und gefördert werden."
(Auszug aus dem Konzept des Kölner Vereins für Rehabilitation
e.V.)
Mit dieser Maxime arbeitet auch das SPZ Köln-Ehrenfeld.
Die Mitarbeiter bemühen sich, den Hilfe suchenden
Menschen als eine Persönlichkeit mit eigener Geschichte
wahrzunehmen und das Krankheitsgeschehen als individuellen
Lösungsversuch eines letztlich für den Einzelnen
unlösbaren Konflikts.
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