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Die Rehabilitation im
Machabäerhaus gründet sich auf die drei Schwerpunkte
medizinische, soziale und berufliche Integration. Der zugrunde liegende
Ansatz ist der einer rehabilitativen, gemeindenahen,
personenzentrierten Versorgung psychisch erkrankter Menschen. Das
primäre Ziel ist die Wiedereingliederung der Klienten in die
Gesellschaft innerhalb eines Zeitraums von zwei bis drei Jahren.
Dies beinhaltet:
- Förderung
von Verständnis für die eigene Krankheit mit ihren
spezifischen Symptomen als Voraussetzung von
Veränderungsprozessen
- Aktivierung und Motivierung hin zu einem
möglichst selbständigenLeben
- Körperliche und psychische
Stabilisierung
- Training der alltagspraktischen
Fähigkeiten zur selbständigen Lebensführung
- Heilung, Besserung und Vermeidung von
Verschlimmerung der psychischen Krankheit
- Unterstützung im Erlernen von
sozialer Kompetenz
- Abklärung und Förderung
der beruflichen Eignung und Neigung
- Hinführung zu beruflichen oder
schulischen Maßnahmen und Stabilisierung von
Erwerbsfähigkeit
Das Milieu, in dem die Rehabilitation
stattfindet, ist so beschaffen, dass es unter beschützenden
und übersichtlichen Bedingungen möglichst
realitätsnah den Alltag sowie die Entwicklung des einzelnen
Klienten unterstützt und fördert.
Die Aspekte der
Krankheitsbehandlung sowie der Wiederherstellung der Erwerbs- und
Arbeitsfähigkeit und der sozialen Wiedereingliederung sind
nicht zeitlich voneinander zu trennen. Die Rehabilitationsbehandlung
ist vielmehr als Prozess zu sehen, in dem individuelle Hilfen
für die psychisch Erkrankten zeitlich flexibel kombiniert
werden. Übergeordnetes Ziel ist dabei, dem Klienten die
Möglichkeit zu geben, seine Beeinträchtigung in einem
Maße zu überwinden, das es ihm gestattet, den
größtmöglichen Grad an
eigenständiger Lebensweise und Integration in Familie,
Arbeitsleben und Gesellschaft zu erreichen.
Eine besondere Bedeutung hat dabei, neben
der körperlichen und psychischen Stabilisierung, die Einsicht
und die Akzeptanz der psychischen Erkrankung und vor diesem Hintergrund
das Erlernen von neuen, der Erkrankung angemessenen Verhaltensweisen.
Eine nicht nur defizitäre Sichtweise der Erkrankung sondern
das Erkennen, Fördern und Verstärken von individuell
vorhandenen Fähigkeiten ist hierfür eine wesentliche
Voraussetzung. Der Blickwinkel unserer Arbeit ist es, die Bewohner
anzuleiten, auf ihre Gesundheit zu achten.
Daneben stellt die Tagesstrukturierung
sowie die Rückführung in Beschäftigung und
Arbeit einen weiteren, wesentlichen Aspekt der Rehabilitation dar. Zu
berücksichtigen sind dabei die spezifischen Besonderheiten und
Beeinflussungsmöglichkeiten von psychischen Erkrankungen.
In einem ersten Schritt werden die gegenwärtigen und
zukünftigen beruflichen Bedürfnisse
abgeklärt. Bereits vorhandene Berufserfahrungen werden dabei
beachtet. Daran anschließend wird ein Heranführen an
entsprechende Praxisfelder und eine dauerhafte Wiedereingliederung auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder die Eingliederung in Firmen
für psychisch Erkrankte oder andere geschützte
Einrichtungen angestrebt.
In den meisten Fällen ist die
psychiatrische Erkrankung gleichbedeutend mit dem Verlust von
zwischenmenschlichen Beziehungen und Bindungen sowie einer durch
Isolierung und Rückzug hervorgerufenen Einbuße an
sozialer Kompetenz.
Dieses zu verhindern, beziehungsweise eine
schrittweise soziale Wiedereingliederung zu ermöglichen, ist
das dritte wichtige Rehabilitationsziel. Voraussetzung hierfür
ist ein Rehabilitationsmilieu, das dem psychisch Erkrankten ein
realistisches Übungsfeld anbietet, das den Anforderungen des
normalen Lebensalltags soweit wie möglich angeglichen ist.
Unter diesen
beschützten Bedingungen soll es den Klienten auch
ermöglicht werden, die häufig konfliktbehafteten
Beziehungen zu Angehörigen, Freunden oder Kollegen zu
klären und nach Möglichkeiten der
Konfliktlösung zu suchen, die einem Beziehungsabbruch oder
einer dauerhaft belastenden Beziehung entgegenwirken und somit eine
weitere Isolation verhindern.
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