Die
Hilfe in psychischen und sozialen Krisensituationen:
Das BeWo des Kölner Vereins stellt ein
Angebot für chronisch psychisch kranke Menschen dar, die
aufgrund ihrer Erkrankung neben der medizinischen und gegebenenfalls
psychotherapeutischen Behandlung eine regelmäßige
und kontinuierliche psychosoziale Begleitung durch vertraute Personen
benötigen. Diese Betreuung muss im akuten Notfall auch
kurzfristig intensivierbar sein.
Entsprechend den Bedürfnissen chronisch psychisch kranker
bzw. behinderter Menschen ist unter Berücksichtigung
des individuellen und wechselnden Hilfebedarfs unser Betreuungsangebot
unbefristet und nicht allein auf den Zeitraum akuter psychischer
Krisen begrenzt. Solange wie erforderlich unterstützen
wir Menschen, die ohne Betreuung häufiger auf eine stationäre
oder teilstationäre Behandlung angewiesen wären
oder von dort nicht entlassen werden könnten. Oft kann
dadurch ein Weg aus der "Drehtürpsychiatrie" ermöglicht,
bzw. ein Abrutschen dorthin vermieden werden.
Bei individuellen Krisen der Betreuten sind tägliche
Kontakte möglich, im Notfall auch außerhalb der
üblichen Dienstzeit. Die Betreuer führen stützende
Gespräche (gerade auch beim Aufkommen von Krisenstimmung),
beraten im Hinblick auf weitergehende Hilfen, begleiten ggf.
zu Ärzten oder Kliniken. Sie versuchen, sowohl den Klienten,
als auch das vorhandene soziale Umfeld dadurch zu entlasten,
dass sie Möglichkeiten und Grenzen der gegenseitigen
Hilfe klären. Ein Ziel besteht darin, den eigenen Umgang
mit der Notsituation und Erkrankung in Form von Krisenmanagement
so zu erlernen, dass stationäre Aufenthalte möglichst
vermieden, verkürzt, oder rechtzeitig zur Vorbeugung
einer sich anbahnenden Krise eingeleitet werden können.
Ein weiteres Ziel besteht darin, im gemeinsamen Gespräch
Auslöser und Ursachen der Krise herauszufinden und dadurch
die Probleme besser in den Griff zu bekommen.
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