Ausgehend davon, dass wir psychische
Erkrankungen in erster Linie als Beziehungsstörung verstehen,
versuchen wir unseren Klienten durch ein langfristiges und
zuverlässiges Beziehungsangebot mit einer festen Bezugsperson
zu mehr Sicherheit, Kontinuität und Stabilität im
Umgang mit sich und anderen zu verhelfen. Wir unterstützen
eine möglichst angstfreie Selbständigkeit, geben aber
auch möglichst schnelle und angemessene Hilfe, wenn diese
erforderlich ist.
Wesentlich ist uns daher ein fester Rhythmus der Kontakte zwischen
Betreuern und Klienten von mindestens einem Treffen je Woche, welches
als sichtbarer Ausdruck der Zusammenarbeit fungiert und
unabhängig vom aktuellen Befinden der Klienten stattfindet,
also sowohl in Zeiten relativer Stabilität, als auch
während der stationären Behandlung.
Neben dem kontinuierlichen Kontakt gibt es für jeden Klienten
die Möglichkeit, sowohl in Krisen-, als auch in anderen
Lebenssituationen kurzfristig und in zusätzlichen Kontakten
auf die Betreuer zurückzugreifen. Die Kopplung von dauerhafter
Beziehung und Krisenhilfe ermöglicht das flexible Eingehen auf
unterschiedliche und sich ändernde Erfordernisse im Rahmen der
Betreuung.
Die Arbeit ist soziotherapeutisch und sozialpädagogisch
orientiert. Sie findet sowohl in verschiedenen Gesprächs- und
Freizeitgruppen, als auch in Einzelgesprächen statt und zielt
auf den Erhalt und die Weiterentwicklung der vorhandenen
Fähigkeiten und der sozialen Kompetenzen der Klienten ab.
In gemeinsam mit jedem Klienten getroffenen Betreuungsvereinbarungen in
Form eines Hilfeplanes, werden für einen
überschaubaren Zeitraum individuelle Absprachen im Hinblick
auf Hilfebedarf, Wünsche, Ziele, Kriseninterventionen, Grenzen
und anderes fomuliert.
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